2011
08.30

Kinder

Eher spontan wurde ich angesprochen, ob ich nicht ein paar Fotos von den lieben Kleinen machen kann. Ich sagte zu und stellte mich der Herausforderung.

Das erste Modell war gerade mal ein halbes Jahr alt. Die Familienbilder sind so geworden, wie sich Mama und Papa das vorgestellt haben. Beide Eltern zusammen mit dem Kind in mehr oder weniger klassischen Ansichten. Ich muss zugeben, ich muss noch am Haarlicht feilen, das bekomme ich noch nicht so hin. Aber, zurück zum Kind: Es war noch etwas früh, die Fotos zu machen. Das Kind konnte nicht allein sitzen und reagierte eher diffus auf Zurufe und war schnell abgelenkt. Dafür ist die Mimik bei den kleinen, wenn man den richtigen Moment erwischt, wirklich einmalig.

Für die Fotos stand eine schwarze Folie als Hintergrund zur Verfügung, daher die hellen Bereiche im Hintergrund. Wir haben die Kleine auf einem Tisch drapiert, damit man auf ihre Höhe herunter kam. Da sie sich nicht selbst halten konnte, habe ich aus beiden Bildern die Hand heraus retuschiert, die man für einige Momente loslassen konnte, dann aber wieder zugreifen musste.  Die Beleuchtung erfolgte von links mit einem Beauty Dish und von rechts mit einer Softbox, um es gleichmäßig auszuleuchten. Die Beauty Dish sorgte für die kleinen Glanzstellen auf der Haut und der Zunge, was, wie ich finde, dem Bild noch mehr Baby-Charme gibt.

Das nächste Kind war zufällig mit von der Partie, als der Vater ein paar Bewerbungsfotos brauchte. Also, den kleinen mal zum Spaß da hin gestellt, wo das Licht war und etwas herum geblödelt. Leider litt der Vater und alle weiteren Anwesenden nicht unter Ruhe und Ausgeglichenheit, deswegen ist nur ein Bild so, dass ich es präsentieren möchte.

 

 

Mein Fazit zum Thema Kinderfotografie:

  • Ein Kleinkind sollte soweit sein, dass es auf Zurufe reagiert und sich einigermaßen auf den Zurufenden konzentrieren kann.
  • Es sollte immer noch genau ein Bespassender mit im Raum sein. Und, man sollte vorher genug Platz direkt hinter dem Fotografen einplanen, da der Bespasser am besten dort steht. Sind mehr Leute im Raum, kann es passieren, dass das Modell sich nicht auf einen konzentrieren kann, gerade wenn die Anderen auch ihren Senf dazu geben müssen.
  • Wenn Eltern und Kind(er) auf einem Foto sein wollen, dann muss man den Eltern eindeutig klar machen, dass sich der Bespasser oder der Fotograf um die Positionierung des Kindes und um dessen Mimik etc. kümmert. Nichts ist schrecklicher als hunderte von Fotos zu schießen, auf denen immer einer der Eltern zum Kind guckt. Die Eltern müssen sich die ganze Zeit in Richtung Kamera orientieren. Es sei denn, die Szene wird anders angelegt.

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