2011
03.17

Marco

“Subitus, ergo sum!” – Plötzlich, also bin ich!

Ungefähr so fühlt sich eine einfache Fotografie. Man betätigt den Auslöser und das Bild ist da. Dass dieser Vorgang einfaches Knipsen ist, werden jetzt viele aufschreien. Und, zum Teil muss ich ihnen Recht geben. Aber aus Sicht des Bildes beginnt das Leben mit dem Aufgehen des Verschlusses!

Das Leben eines Menschen fängt doch auch erst mit der Zeugung an. Aber, davor kommt doch das Vorspiel, man lernt sich davor noch kennen, die Chemie muss stimmen. Diese Vorbereitung ist auch schön (zumindest glaube ich an den Romantiker in allen von uns). Und genauso gehört zu einem Bild eine gewisse Vorbereitung. Genauso, wie ein Mensch wächst, muss ein Foto auch herangezogen werden. Früher wurde es entwickelt, heute bearbeitet man es am Computer.

Es gibt Fotos, die einer lang herbei geführten Beziehung entspringen. Man macht sich Gedanken, was man fotografieren möchte, bereitet die Szenerie sorgsam vor und stellt die Kamera ein und richtet sie aus.

Es gibt Fotos, die Entspringen einem Swinger-Party. Man hat die Kamera dabei und weiß, was einen Erwartet, man ist Hochzeitsfotograf, fotografiert auf einem Geburtstag oder bei einem (Sport-)Ereignis. Man sucht sich die Motive kurz aus und drückt ab.

Dann gibt es Fotos, die einem spontanen One-Night-Stand entspringen. Man hat zufällig die Kamera dabei und lässt den Blick schweifen. Man sieht etwas, das unbedingt auf einem Foto eingefangen werden muss. Man schaut zweimal hin, richtet die Linse aus und betätigt gefühlvoll den Auslöser.


Hauptsächlich beschäftige ich mich im Moment mit Street Fotografie. Ich arbeite aber auch an anderen Fronten, wie Portraits oder Theaterfotografie. Ich zeige hier mal kurz ein paar meiner Bilder:

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